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Lier, Hermann Arthur
Professor, Dr. phil., Bibliothekar und Historiker
01.02.1857 Herrnhut – 08.02.1914 Kötzschenbroda
V: Hermann Gustav, Kaufmann, übernahm 1854 das Familiengeschä* ; M: Rosine geb. Chodat;
G: Leonhard (*22.3.1864 Herrnhut, †4.1.1917 Dresden, Dr. phil., Chefredakteur des Dresdner
Anzeigers), ? Oscar (ab 1896 Gemeindevorstand in Herrnhut, Namensgeber einer Straße); E:
(1) 5.5.1888 Dresden, Karola Ida Margarethe geb. Graf (*26.8.1869), (2) 17.7.1899 Dresden,
Gertrud geb. Kunitz (28.3.1871–5.7.1922)
Lier besuchte die Erziehungsanstalt Jahrbuch und deutscher Nekrolog“,
der Brüdergemeine in Niesky und ab darunter von Malern wie seinem On-
1872 das Gymnasium in Zittau. Nach kel A|]_ LK=@ und von G=@q?@|
dem Abitur im Jahre 1878 studierte H=K>@K`q J?`]{ ?> S^`q?@|^
er Geschichte in München und ab sowie Mit gliedern der Brüdergemei-
1879 in Leipzig, wo er 1882 auf der ne. Von Lier stammen wichtige Bei-
Grundlage seiner bereits in München träge zum „Allgemeinen historischen
verfassten Arbeit „Der Augsburgische Porträtwerk“ von Woldemar von
Humanistenkreis mit besonderer Be- Seidlitz, dem Direktor der Dresdner
rücksichtigung Bernhard Adelmann‘s Kunstsammlungen. Die Zusammen-
von Adelmannsfelden“ zum Dr. phil. stellung von über 600 Biogra% en
promovierte. 1881 nahm Lier eine erschien in zwei mehrbändigen Au# a-
Tätigkeit als Hilfsarbeiter an der gen, zunächst nach Berufen geordnet
Königlichen ö+ entlichen Bibliothek in und dann nach Zeitepochen von ca.
Dresden unter Oberbibliothekar Ernst 1300 bis etwa 1840. Von 1898 bis 1906
Wilhelm Förstemann auf. 1888 wurde war Lier zudem Referent für bildende
er zum Kustos und 1896 zum Bib- Kunst beim Dresdner Journal, später
liothekar unter dem Direktor Franz schrieb er für die Dresdner Nachrich-
Schnorr von Carolsfeld befördert. Im ten. Dem reformorientierten „Verein
selben Jahr zog Lier nach Kötzschen- Bildender Künstler Dresdens“ gehörte
broda. Die Bibliothek befand sich im er wie sein Bruder L=]>q?@| LK=@
Japanischen Palais. 1907 übernahm als außerordentliches Mitglied an.
Hubert Ermisch die Leitung. Lier
gehörte mit B@T>] S^=[_K`q dem Quellen: Adolf Hinrichsen: „Das literarische
Sächsischen Altertumsverein an. Er Deutschland“. 2. Au# ., Berlin 1891; Hermann Chris-
schrieb für die „Kunstchronik“, das tern (Hrsg.): „Totenliste 1914“. In: Deutsches Biogra-
„Deutsche Kunstblatt“ und verfasste phisches Jahrbuch. 1914/1916, 1925; August Ludwig
Degener: „Wer ist‘s?“ Bd. 5, 1911; Zentralblatt für
eine Vielzahl von Lebensbildern für Bibliothekswesen, Bd. 13; Mitgliederverzeichnis
die „Allgemeine Deutsche Biogra- des Sächsischen Altertumsvereins, 1890; Dresdner
Adressbücher 1881, 1908; Mitglieder-Verzeichnis
phie“ bzw. für das „Biographische des Vereins Bildender Künstler Dresdens, 1898
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