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unter den deutschen Versuchsstati- te auch die Eignung verschiedener
onen insofern eine Ausnahme, dass Guano-Dünger. Anbauversuche für
neben angewandter Forschung auch Getreide- und Gemüsesorten wurden
Grundlagenuntersuchungen durch- im Hinblick auf deren Eignung für
geführt wurden. Heiden setzte unter die Oberlausitz durchgeführt. Zudem
Lehmann begonnene Arbeiten fort. wurde die Kontrolle von Dünge- und
Er verglich wasserlösliche und -unlös- Futtermitteln ausgebaut. Heiden zähl-
liche Phosphorsäure hinsichtlich der te zu den führenden Vertretern der
Fruchtbarkeit der Böden sowie die deutschen Agrikulturchemie, die bis
Wirkung des Zusatzes sticksto§ alti- zur Umstrukturierung unter G=]@[
ger Verbindungen bzw. humusbilden- D=@_K^K Leitthema in Pommritz
der Substanzen und widerlegte dabei blieb.
Justus von Liebig, indem er den Wert
des Humus für die landwirtscha* liche Heiden setzte die grundlegenden
P# anzenproduktion nachwies. Schon Untersuchungen seines Vorgängers
früh entwickelte Heiden in Pommritz JT_KTX L=q~?>> zur Ernährung von
ein neues Arbeitskonzept. Zunächst Schweinen fort und verö+ entlichte
erfolgte die strikte Trennung vom Rit- 1879 die Ergebnisse langjähriger
tergut, das gewinnorientiert arbeiten Versuche in „Untersuchungen über
sollte. Die Versuchsstation erhielt 2,5 die zweckmäßigste Ernährung des
Hektar Land pachtfrei und konnte im Schweins“. Er analysierte die Wir-
Stall acht Schweine unterbringen. Die kung verschiedener Futtersorten (u.
Räumlichkeiten und technische Aus- a. mehrerer Getreidearten, Karto+ eln
stattung der Station wurden erweitert und saurer Milch) für unterschiedli-
und Heiden bekam einen zweiten che Altersklassen und bewertete die
Assistenten. Sein Hauptaugenmerk Wirtscha* lichkeit des Futters. Daraus
galt der Verbesserung der landwirt- wurden Schlussfolgerungen für die
scha* lichen Erträge. Er untersuchte Rasseauswahl und die Zusammenset-
langjährig Größe und Zusammenset- zung von Futtermischungen gezogen.
zung der Wurzeln und des Oberteils Ähnliche Untersuchungen führte er
verschiedener Kulturp# anzen (Getrei- auch für andere Haustierarten durch.
de, Karto+ eln, Klee) in unterschied- Heiden war der Erste, der im Rahmen
lichen Entwicklungsstadien, um von Fütterungsversuchen die Mine-
Rückschlüsse auf die Nährsto¨ ilanz ralsto¨ ilanz (Kalzium, Phosphor)
zu ziehen. Heiden führte Düngungs- wissenscha* lich untersuchte, und
und Fruchtfolgeversuche durch, um wird international auch heute noch
„rohen Boden“ fruchtbar zu machen. zu jenen Wissenscha* lern gezählt, die
Er propagierte die Verwertung städ- sich besonders um die Grundlagen-
tischer Fäkalien zur Erhöhung der forschung zur Ernährung von Schwei-
Bodenfruchtbarkeit und untersuch- nen verdient gemacht haben.
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