Page 107 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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ner-Pater Pirmin Campani und Georg
        Heinsius von Mayenburg, einem
        Dresdner Giese-Schüler, die katholi-
        sche Rosenkranzkirche Radibor. Sie
        entstand in Form einer neoromani-
        schen Pfeilerbasilika mit einem 52
        Meter hohen Turm. 1898/99 leiteten
        sie den Bau der pro tes  tantischen Kir-
        che in Quatitz, wiederum mit einem
        52 Meter hohen Turm. /  eodor Gro-
        ße (*1874 Bischofswerda, †1950 Pots-
        dam) war bei ihnen angestellt. Beim
        Bau des 1901 eingeweihten Bautzener
        Schiller-Gymnasiums gehörte Giese
        dem Preiskomitee an. Als letzter Bau
        Gieses entstand von 1899 bis 1901
        in Chemnitz die St. Lukaskirche in
        einer Mischung von Neoromanik und
        Neorenaissance.
                                            Die St. Lukaskirche am Josephi-
                                            nenplatz in Chemnitz (Ansicht um
        Nach geschä* lichen Verlusten als   1904) wurde im Zweiten Weltkrieg
        Aufsichtsrat von Bau- und Immobi-   beschädigt, die Reste in den 1950er
        lienbanken musste Giese Bankrott    Jahren gesprengt.
        anmelden. Gesundheitlich gezeichnet
        emeritierte Giese darau—  in und ging   in Dresden“. Verl. f. das Bauwesen, 1991; „Im neuen
        nach Berlin-Charlottenburg, wo er   Reich“. Wochenschri*  für das Leben des deutschen
                                            Volkes, 1880; Hans Müller: „Dome – Kirchen –
        Baugutachten erstellte und wenig    Klöster, Kunstwerke aus zehn Jahrhunderten“. VEB
        später starb.                       Tourist Verlag, 2. Au# ., 1986; www.radibor.de;
                                            www.kirchgemeinde-guttau-malschwitz-quatitz.de;
                                            Dietrich Buschbeck: „Dem Architekten Ernst Giese
        Quellen: Anton Bettelheim: „Biographisches Jahr-  auf der Spur. Zu seinem Todestag am 12. Oktober“.
        buch und deutscher Nekrolog“. Bd. 8, G. Reimer,   Elbhang-Kurier, H. 10/2003, S. 12; Michael Laschet,
        1905; Herrmann A. L. Degener: „Wer ist‘s?“ Berlin,   Berlin, Mitteilungen 2014; Evangelisch-Lutherisches
        1908; Reiner Pommerin, /  omas Hänseroth, Dorit   Kirchspiel Dresden-Neustadt: „Martin-Luther-
        Petschel: „175 Jahre TU Dresden: Die Professoren   Kirche Dresden-Neustadt“; Immatrikulationen
        der TU Dresden, 1828–2003“; Schülerverzeichnisse   1778–2012, archivierte Matrikelbücher der heutigen
        der Technischen Bildungsanstalt und der Polytech-  Hochschule für Bildende Künste Dresden; Carl
        nischen Schule zu Dresden, 1846–1853; www.tu-  Gottlieb Anton: „Verzeichniss der Schüler des
        dresden.de (einschl. DFG-Projekt „Nachlass Corne-  Gymnasiums zu Görlitz, welche in den Jahren von
        lius Gurlitt“); www.rheinoper.de; www.duesseldorf.  1803, bis 1854, die Prima oder auch nur die Sekunda
        de; Adressbücher der Stadt Dresden, 1849, 1863,   besucht haben“. 1856; Lausitzisches Magazin, 1789;
        1880, 1892, 1900; Adressbücher von Blasewitz 1879,   Neue lausizische Monatsschri* , 1806; Günther
        1880, 1883; Leipziger Zeitung, 1856, 1866; Deutsche   Giese, Mitteilungen 2017; Adressbuch Berlin 1902;
        Bauzeitung, Verl. E. Toeche, 1892, 1899; www.blase-  Matrikelverzeichnisse Universität Leipzig; Sächsi-
        witz.de; Manfred Zumpe: „Die Brü hlsche Terrasse   sche Constitutionelle Zeitung, 18.8.1863

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