Page 110 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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Erbgericht Kleindrebnitz, im Hintergrund das „Auszugshaus“.

        Situation – es hatten außer ihm nur   S^=[_K`q berichtete vor der „Ökono-
        noch Schwestern überlebt – kau* e   mischen Gesellscha*  im Königreiche
        Gnauck 1875 beide Güter von seinem   Sachsen“ von Gnaucks Beteiligung
        Vater. Er wurde als Gemeindeältester   an der IX. Braugerstenausstellung in
        und Stellvertreter des Gemeindevor-  Dresden. Am 15. Januar 1903 war
        stands in den Gemeinderat und am 5.   Gnauck zudem Mitbegründer der
        März 1887 zum Gemeindevorstand      örtlichen Spar- und Darlehenskasse,
        von Kleindrebnitz gewählt. Dieses   die sich der Förderung der dör# i-
        Amt hatte er für die außergewöhnlich   chen Wirtscha*  verschrieben hatte.
        lange Zeit von 32 Jahren inne.      Zu den Selbstverständlichkeiten im
                                            Gemeinderat unter Gnauck gehörte
        Gnauck arbeitete im Kirchen- und    es, Bedür* ige zu unterstützen. Die
        Schulvorstand für Groß- und Klein-  „Armenkasse“ wurde mit ausreichen-
        drebnitz mit und bemühte sich als   den Mitteln ausgestattet. In Notfällen,
        Mitglied bzw. Leiter der landwirt-  z. B. nach Bränden, bei Erwerbslosig-
        scha* lichen Vereine von Bischofs-  keit oder nach der Geburt uneheli-
        werda und Großdrebnitz um die       cher Kinder, erhielten die Betro+ enen
        Einführung moderner Produkti-       unbürokratische Hilfe.
        onsmethoden. Professor B@T>]


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