Page 370 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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hautnah, als allein in seinem Revier
ca. 1/3 des Waldes verloren ging. Sein
Engagement für den Naturschutz
wurde zur Ho+ nung für viele Gleich-
gesinnte, brachte Unterdörfer in der
DDR aber wiederholt in Kon# ikt mit
dem Staat. Er unterstützte die kirchli-
che Umweltarbeit, und der Kummer
über die angerichtete Natur zerstörung
und den Heimatverlust für viele
Menschen kommt in mehreren seiner
Werke zum Ausdruck. Auch wenn
die ökonomischen und politischen
Zwänge schier übermächtig waren,
hatte sein stetes Bemühen manchen
Erfolg. Mit Generationen von Uhyster
Allee mit alten Eichen zwischen Mö-
nau und Uhyst/Spree, nahe Unter-
dörfers ehemaligem Forsthaus.
Uhyst an einer Allee aus Eichen und
Birken und wurde für viele Jahre zum
geliebten Zuhause. Besonders die viel- Bergbaufolgelandscha+ Bärwalder
gestaltige Vogelwelt der umliegenden See nahe Uhyst – nach weitgehen-
Teichlandscha* hatte es ihm angetan. dem Abschluss der Sanierungsar-
Unterdörfer zählte den bedeutenden beiten (oben, 2000) und natürliche
Ornithologen Dr. Wolfgang Makatsch Wiederbesiedelung (unten, 2005).
zu seinen engen Bekannten, ebenso
den Botaniker Max Militzer. Häu% g
führte er Schülergruppen durchs Re-
vier oder ging zu ihnen in die Schule.
Unterdörfer sah es als seine Mission
an, der jungen Generation die Liebe
zur Natur nahezubringen. Er erleb-
te deren Zerstörung durch den sich
ausweitenden Braunkohlentagebau
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