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Unterdörfer, Max Gottfried Rudolf
Dichterförster in Uhyst/Spree
17.03.1921 Zschornau b. Kamenz – 09.09.1992 Uhyst
V: Otto Max (*21.9.1895 Brunndöbra, †13.8.1945 im Internierungslager Toszek/Tost, Schle-
sien), Förster in Kamenz; M: Erna Linda geb. Franke (*5.2.1900 Bernsdorf, †8.5.1981 Lö-
bau), kaufmännische Angestellte; G: Erna Johanna Erika verh. Gebler (*20.4.1924 Kamenz,
†11.3.2008 Ebersbach, kaufmännische Angestellte); E: 26.8.1950 Christa Charlotte geb. Burg-
hardt (*9.12.1920 Kamenz, †13.2.2012 / yrow), Tochter des Maschinenfabrikanten Friedrich
Burghardt; K: Burkhard (*17.6.1951, Oberforstrat in Ludwigsfelde, Schwiegersohn eines Studien-
freundes von RK`q?@| G?@{=)
Gottfried Unterdörfer wurde als seinen Schrecken kennen und wurde
erstes Kind einer Försterfamilie in mehrfach verwundet. Er kam am 9.
Zschornau bei Kamenz geboren. Mai 1945 in Bayern in amerikanische
Kurz danach zog die Familie in das Gefangenscha* . Nach seiner Entlas-
neu erbaute Kamenzer Forsthaus am sung wollte er im Februar 1946 nach
Rande der Stadt nahe Wiesa. Hier Hause zurückkehren, wurde jedoch
verlebte er Kindheit und Jugend. Es bereits in Erfurt durch die Rote Ar-
war der Vater, der in seinem Sohn mee erneut gefangen genommen und
mit gemeinsamen Pirschgängen das in ein Lager bei Moskau verbracht.
innige Verhältnis zur Natur erweck- Hier entstanden erste Gedichte, die
te, und es war v. a. die Mutter, die bezeugen, wie sehr er sich nach seiner
den Kindern den tief verwurzelten Lausitzer Heimat sehnte. Erst am 19.
christlichen Glauben vermittelte. Von Dezember 1949 konnte er schließlich
1931 bis 1937 besuchte Unterdör- heimkehren, durch Krieg und Gefan-
fer das Reform-Realgymnasium in genscha* gesundheitlich gezeichnet.
Kamenz. Wie seine Vorfahren über Mit der in Gefangenscha* geschriebe-
vier Generationen entschied er sich nen „Kriegssonette“ hatte Unterdörfer
für eine Lau& ahn als Förster. Nach später seinen ersten großen Erfolg
einer Lehre bei der Sächsischen Lan- als Dichter. Aus diesen Jahren des
desforstverwaltung studierte er von Schreckens wuchs jene tiefempfunde-
September bis Dezember 1940 an der ne Sehnsucht nach Frieden, die viele
Forstschule in Reichstadt. Schon in seiner späteren Werke auszeichnete.
dieser Zeit zeigte sich, dass Unterdör-
fer lieber im Wald Gedichte schrieb, 1950 zog Unterdörfer mit seiner Frau
als mit der Wa+ e auf Jagd zu gehen. nach Uhyst/Spree, wo er eine Stelle
als Revierförster antrat. 1955 konn-
Als Infanterieo zier an der Ostfront ten sie das neue Forsthaus beziehen.
lernte Unterdörfer den Krieg mit allen Es lag einsam zwischen Mönau und
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