Page 364 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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wurde. 1816 hatte /  ormeyer einen   für konkrete Pläne und er fertigte
        ersten Entwurf zum Umbau des alten   Stiche an. Mit der /  ronbesteigung
        Ho* heaters von Matthäus Daniel     durch Friedrich August II. im Jah-
        Pöppelmann am Zwinger eingereicht.   re 1836 änderte sich die Situation.
        Die Umbaukosten sollten bei 1150    Auf Empfehlung von Karl Friedrich
        Sitzplätzen 21154 Taler betragen. In   Schinkel ließ man die Umbaupla-
        spätere Planungen war er als Berater   nungen zugunsten eines komplet-
        eingebunden. Es schien zunächst so,   ten Neubaus ab 1838, des ersten
        dass seine besser an die Zwingerum-  Semper‘schen Ho* heaters, fallen. Zu-
        gebung angepasste Überarbeitung der   dem hatte Semper ein ganzheitliches
        Entwürfe von /  eodor Ottmer und    Konzept entwickelt, bestehend aus
        Joseph /  ürmer aus dem Jahre 1829   Ho* heater, dem Denkmal für Fried-
        realisiert werden würde. Der General-  rich August I. und der Ergänzung des
        intendant des Ho* heaters, Wolf Adolf   Zwingers mit einer Gemäldegalerie.
        August von Lüttichau, unterstützte   Der Historismus löste den Klassizis-
        /  ormeyers Pläne, die jedoch an der   mus ab.
        Finanzierung scheiterten. Da weiter-
        hin Handlungsbedarf bestand, auch   Ab 1838 arbeitete /  ormeyer im
        weil das verfügbare Platzangebot im   Landbauamt des Finanzministeriums
        /  eater die Nachfrage nicht deckte,   und war für die Bauten des Kultus-
        wurden die Planungen 1834 wieder    ministeriums, des Ministeriums des
        aufgenommen.                        Innern (E|T?@| G]^^_]{ <]> N]X-
                                            ^K^™ T>| Jš>‚=>|]@€) und für die
        /  ormeyer hatte nach Schurichts    königlichen Sammlungen zuständig.
        Tod im Jahre 1832 noch kurz unter   1839 wurde er mit E@>X^ RK=^X`q=_
        Anton Ludwig Blaßmann im Hof-       in eine Kommission berufen, die ver-
        bauamt gearbeitet, 1835 wurde er als   schiedene Standorte für die zuvor im
        Oberlandbaumeister ohne Bezug auf   Stallhof untergebrachte Gemäldegale-
        das Ho&  auamt aufgeführt. Zu den   rie prüfen sollte. Den Au* rag erhielt
        Planungen des Ho* heaters zog man   später wiederum Semper; Rietschel
        Otto von Wolframsdorf vom Hof-      hatte für die von /  ormeyer erbaute
        bauamt und Carl Gotthard Langhans   Zuckersiederei, für die von den Erben
        hinzu, zudem wurden Neubaupläne     Calberlas nach einer neuen Nutzung
        diskutiert. Langhans legte auf der   gesucht wurde, plädiert. Der Dresd-
        Grundlage der bisherigen Vorschläge   ner Kunstverein organisierte hier
        einen neuen Entwurf zum Umbau des   Ausstellungen.
        Pöppelmann‘schen Ho* heaters vor. Er
        sollte die ästhetische Leitung, /  or-  Der Schwiegersohn eines sächsischen
        meyer die ökonomische übernehmen.   Hofgärtners gehörte 1828 zu den
        1835 erhielt /  ormeyer den Au* rag   Begründern der „FLORA – Sächsi-

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