Page 358 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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1815 verö+ entlichte /  ormeyer den
                                            „Vorschlag zu einem Denkmahle der
                                            Wiederkehr Sr. Majestät des Königs
                                            von Sachsen etc. Friedrich August
                                            nach Dresden am 7. Juni 1815, nebst
                                            zwey Abbildungen in Steindruck“.
                                            Pläne für ein monumentales Denkmal
                                            in Form eines Sandsteinobelisken
                                            anlässlich des 50-jährigen /  ron-
                                            jubiläums im Jahre 1818 lehnte der
        Blick auf Dresden von %  ormeyers   Monarch selbst ab. Nach dem Tod
        Moreau-Denkmal auf der Räcknitz-    des beliebten Königs gründete sich
        höhe.                               ein Denkmalverein um /  ormeyer,
                                            K?@_ AT[TX^ B^^K[=@ und Johann
        hauer Christian Gottlieb Kühn) auf
        der Dresdner Räcknitzhöhe. Wegen    Gottlob von Quandt. /  ormeyer
                                            gehörte später dem Komitee an, das
        der vielen Toten während des Kriegs   E@>X^ RK=^X`q=_ den Zuschlag für
        von 1813 wurde in Dresden ein neuer   ein Skulpturdenkmal gab, der damit
        Friedhof benötigt. /  ormeyer erhielt   seinen ersten großen Au* rag erhielt.
        den Au* rag, die später Trinitatis-
        friedhof benannte Begräbnisstätte am   Rietschel realisierte den Au* rag bis
                                            1835 für den Zwinger, der Sockel
        damaligen Stadtrand zu projektieren,   stammte von Gottfried Semper. Seit
        die er schließlich – aus Kostengrün-  2008 steht das von /  ormeyer maß-
        den einfacher gestaltet – bis 1816   geblich geförderte Denkmal auf dem
        fertigstellte.
                                            Schloßplatz nahe seiner Freitreppe
                                            zur Brühlschen Terrasse.

                                            König Friedrich August I. beau* ragte
                                            /  ormeyer 1815, das zwei Jahre zuvor
                                            abgebrannte Bischofswerda wieder-
                                            aufzubauen. Gemeinsam mit Bürger-
                                            meister Heinrich Gottlob Süßemilch,
                                            jener trat 1816 der Freimaurerloge
                                            „Zum goldenen Apfel“ bei, plante er
                                            ö+ entliche Gebäude und zahlreiche
        Die beiden Torhäuser am Großen      Bürgerhäuser. Zu den wichtigsten
        Garten wurden 1945 bei den          Bauten nach seinen Entwürfen zählen
        Bombenangri` en auf Dresden zer-    die Christuskirche, das Rathaus,
        stört und 1999 nach %  ormeyers     der „Bischofssitz“ und das Gasthaus
        Entwürfen wiederaufgebaut.          „Zum Goldenen Löwen“. Auch das

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