Page 340 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
P. 340

Seine Habilitationsschri+  von 1826 widmete Stöckhardt G?@@\?q A{?\…
        E<>€@ †?> N?€@]@‡ =>{ Jˆ>‰X>{?<….


        Freunden in Bautzen zählte der      hielt Stöck hardt Vorlesungen zum Na-
        spätere Leipziger Orientalist Heinrich   tur- und Völkerrecht, zum Römischen
        Leberecht Fleischer.                Recht, zur Rechtsgeschichte und
                                            Rechtstheorie sowie zu Verbindungen
        An der Universität Leipzig studierte   von Recht und Philosophie und leitete
        Stöckhardt ab 1820 bei seinem Vor-  juristisch-exegetische Übungen. Es
        bild Christian Gottlieb Haubold und   entstanden erste bedeutende Schrif-
        bei Johann Christian August Hein-   ten. In „Wissenscha*  des Rechtes“
        roth Jura und Philosophie. 1821 trat   bekannte er sich zu einem modernen
        er der Lausitzer Predigergesellscha*    Staat, der nach seiner Meinung die
        bei, für die er als Sekretär wirkte.   „... zur höchsten Einheit erhobene
        Nach dem juristischen Baccalaureat   Freiheit der einzelnen menschlichen
        1824 und seiner Habilitation am 10.   Individuen“ darstellt, und zu einem
        Juni 1826 zum Privatdozenten vertei-  universell gültigen, von staatlichen
        digte Stöck hardt am 26. September   und geistlichen Autoritäten unabhän-
        seine Dissertation mit „Analysen zum  gigen Naturrecht. Auch während des
        Ein# uss des Klimas auf Geist, Körper   Studiums und seines späteren Berufs-
        und die Entwicklung von Wissen-     lebens blieb Stöckhardt Musik und
        scha* en und Künsten“. Der spätere   Poesie gegenüber aufgeschlossen. Er
        Physiologe Alfred Wilhelm Volkmann  komponierte lyrische Stücke für Pia-
        gehörte zu seinen Freunden. Ab 1824   no und hatte Verbindungen bis nach

        340
   335   336   337   338   339   340   341   342   343   344   345