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Als Vorbereitung für die vom be- route einen Umweg über Abessinien.
rühmten Afrikareisenden / eodor Die Erforschung und kartogra% sche
von Heuglin geleitete Expedition Erfassung unbekannter Landstriche
lernte Steudner die arabische Spra- stellte aber nur ein Nebenziel der
che. Seine Dissertation zum / ema Expedition dar. Die Reise führte von
Pfeilwurzgewächse („Marantaceae“) Kairo nach Suez [4] und gemeinsam
reichte er an der Universität Jena kurz mit Mekka-Pilgern auf einem Dampf-
vor der Abreise nach Afrika ein. Die schi+ nach Dschidda [5] (heute
Promotionsurkunde „Doctoris Phi- Saudi-Arabien), bevor man auf einer
losophiae Honores“ ist auf den 9. Mai Barke über das Rote Meer nach Mas-
1861 datiert. Burkard Wilhelm Leist saua [6] (Eritrea) übersetzte, das am
und Carl Nipperdey vertraten dabei 17. Juni 1861 erreicht wurde. Auf dem
die Universität. Während der Anfahrt nahen Dahlak-Archipel [7] führten
über Wien und Triest informierte sich sie ornithologische und botanische
Steudner in Wien bei / eodor Kot- Studien durch. Aus dem Land der
schy über die von ihm und Wilhelm Bogos kommend, dem nächsten Ziel,
Schimper in Ostafrika gesammelten stieß der Ethnograph Werner Mun-
P# anzen. zinger hinzu. Auf Maultieren und
Kamelen erreichte die Gruppe über
Nach der Ankun* am 4. März 1861 in Keren [8] auf ihrer Reise durch das
Alexandria [1] besuchte er zunächst raue Hochland Abessiniens am 14.
die Hafenstadt Rosette [2] im Nil- November 1861 Adua [9]. Steudner
delta und erforschte die Umgebung interessierte sich neben der Flora v. a.
Kairos [3]. Er beabsichtigte, in Kairo für die afrikanische Naturmedizin. In
den Freimaurern beizutreten. Man Adua wurden sie schon von Wilhelm
vermutete davon Vorteile bei der Auf- Schimper erwartet. Auch Schimper
nahme in Arabien. Neben Steudner empfahl der Expedition, statt direkt
als Botaniker und Geologe gehörten nach Khartum zu reisen, zunächst
auch der Astronom und Meteorologe beim abessinischen Kaiser Tewodros
Gottlob / eodor Kinzelbach und als freies Geleit zu erbitten. Der führte
Präparator der spätere österreichische Krieg gegen abtrünnige Stämme in
Honorarkonsul in Khartum Martin der südlich gelegenen Galla-Provinz.
Hansal zur Gruppe, die ebenfalls Auf der Suche nach dem Kaiser
Freimaurer waren bzw. wurden. Um kamen Heuglin und Steudner zuerst
ungünstigen klimatischen Verhält- nach Gonder [10] und über Ga+ at
nissen zur Reisezeit in Khartum, dem bei Debra Tabor [11] am 15. März
eigentlichen Ausgangspunkt der Su- 1862 zur Festungsstadt Magdala [12].
che in Wadai, aus dem Weg zu gehen Nachdem sie den Kaiser im Kriegs-
und mehr Zeit zur Akklimatisierung lager auf der Hochebene Edschebet
zu gewinnen, wählte man als Reise- bei den Kollo-Bergen erreicht hatten,
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