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Nostitz und Jänkendorf, Gottlob Adolf Ernst von
Dr. E.h., sächsischer Konferenzminister und Schri* steller
21.04.1765 See (Oberlausitz) – 15.10.1836 Oppach
V: Wolf Gottlob (*30.12.1718 See, †25.1.1768 Moholz), Erb-, Lehn- und Gerichtsherr auf
Oppach und Moholz; M: Juliane Eleonore Ernestine geb. von Kiesewetter (*13.10.1740 Wanscha,
†20.2.1824 Dresden), 2. Ehe von Nostitz, Tochter des Landesältesten des Görlitzer Fürstentums
Ernst Ludwig von Kiesewetter; G: Ernestine Caroline (*21.2.1761, †21.2.1834 Dresden), Chris-
tiane Augusta (*21.10.1767), 2 Halbgeschwister aus 2. Ehe der Mutter; E: 31.5.1786 Schkeuditz,
Henriette Sophie geb. von Bose (*18.2.1769 Ober thau, †3.3.1848 Dresden, Ehrensti* sdame);
K: Traugott Adolph Karl (*24.3.1787, †1787 Dresden), Elise (*1788, †23.8.1853 Aszod, heiratete
1812 nach Ungarn Karl von Podmanitzky, in erster Ehe mit Julie Charpentier aus Freiberg ver-
heiratet, ihre Tochter Julie war Schri* stellerin und musste 1849 mit ihrem Mann Miklos Josika
aus Ungarn # iehen), / erese Clementine (*7.11.1789 Dresden, †21.3.1870 Dresden, verh. mit
Karl Alexander Graf von Rex), Eduard Gottlob (*31.3.1791 Bautzen, †8.2.1858 Dresden, 1836–
1844 sächsischer Innenminister), / eodor (*,† 1792 Bautzen), Lydia Augustina (*18.8.1794 Do-
berschau, †17.11.1810 Dresden), Ida Rosalie (*9.1.1796 Bautzen, †28.3.1796 Doberschau), Julius
Gottlob (*12.7.1797 Doberschau, †18.3.1870 Dresden, 1838–1848 und 1849–1864 Gesandter
beim Deutschen Bundestag), Agnes Luise (*10.9.1798 Bautzen, †17.5.1875 Altengottern, verh.
mit Julius von Marschall), Klara Minona (29.12.1799–11.2.1882, verh. mit Viktor Julius von
Bülow, Besitzer von Schloss Beyernaumburg), Klothilde Septimie (*27.1.1801 Bautzen, †1852
Oppach, Dichterin, schrieb auch für Carl Maria von Weber), Heliodora Oktavia (*23.6.1805
Doberschau, †18.2.1871 Dresden, verh. mit Geheimrat Bruno von Schimp+ )
Die Nostitz sind eines der ältes ten 16. Geburtstag auf die Universität
Oberlausitzer Adelsgeschlechter. Seit Leipzig, wo er Rechts- und Staatswis-
dem 15. Jahrhundert ist die Familie senscha* en studierte. Besonders der
in mehrere Linien verzweigt, der Re- Philosoph Ernst Platner gehörte zu
formation schlossen sie sich schon in seinen Förderern. In Leipzig schloss
der ersten Häl* e des 16. Jahrhunderts sich Nostitz Studentenvereinen an, in
an. Die Linie Nostitz und Jänkendorf denen die Dichtkunst gep# egt wurde.
bildete sich um 1600. Über mehrere Nach seinem Examen erhielt er eine
Jahrhunderte wirkten die Nostitz Anstellung als Auditor am Oberhof-
in der Oberlausitz als Hauptleute, gericht, 1785 ging er als Finanzrat
Ober amts männer und Landes älteste. nach Dresden.
Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und
Jänkendorf hatte früh seinen Vater 1789 übernahm Nostitz die Ver-
verloren. Seine Mutter und sein Stief- waltung der Familiengüter in der
vater (seit 1770, Wedig Christoph von Oberlausitz. Das Rittergut Oppach
Kayserling) ließen ihn von August hatte er in 4. Generation von seinem
Wilhelm Hauswald privat unterrich- Vater geerbt, Doberschau nach seiner
ten und schickten ihn noch vor dem Heirat erworben. Moholz, See (1791)
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