Page 246 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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Reisenden im Hochsommer 1822“, Friedrich Kind zusammen. Auf Einla-
1824). Seine Werke erschienen ver- dung des Freiherrn von Seckendorf-
streut in verschiedenen Zeitungen, Zingst trafen sich ab 1814 Künstler,
darunter der Dresdner Abendzeitung Schri* steller und Beamte bei „/ ee
und der Dresdner Morgenzeitung, und Butterbrod“, weswegen der Kreis
sowie in Taschenbüchern wie von zunächst Dichter-/ ee hieß. Unter
Johann Friedrich Kind oder wurden Leitung von Nostitz schloss man sich
unter Freunden verteilt. Er schrieb enger zusammen. Man hörte Litera-
aber auch für Carl Maria von Weber, tur, Dichtung und Musik und disku-
der ihm mit großer Wertschätzung tierte zwanglos darüber. Der Verein
begegnete. Nostitz war zudem maß- besaß mit der Dresdner Abendzei-
geblich am Entstehen eines elitären, tung ein eigenes Publikationsorgan.
literarisch-kulturellen Vereinslebens Sie wurde von Johann Christoph
in Dresden beteiligt. Solche Vereine Arnold verlegt und von / eodor Hell
boten seinerzeit wichtige Möglichkei- und Johann Friedrich Kind herausge-
ten zur Teilhabe am gesellscha* lichen geben. Die Tre+ en des Liederkreises
Leben. Nostitz kam als Adeligen eine fanden zumeist bei den verheira-
wichtige Mittlerrolle zwischen der teten Vereinsmitgliedern statt und
Hofgesellscha* und dem aufstreben- Nostitz lud o* in sein Sommerhaus
den Bürgertum zu. Er besuchte wie nach Loschwitz ein. Eine kolorierte
K?@_ AT[TX^ B^^K[=@ und Ludwig Radierung des Anwesens mit Wein-
Tieck den informellen literarischen berg, heutige Plattleite 18, von Carl
Zirkel von Elisa von der Recke und Heinrich Beichling be% ndet sich im
Christoph August Tiedge. In der Kupferstich-Kabinett. Eng verbunden
Hofgesellscha* um Prinz Johann, wo mit dem Liederkreis war der 1825
sich Adel und Bildungsbürgertum in gegründete Sächsische Altertumsver-
Vorträgen und Gesprächen zu Kunst ein. Seine Gründung ging auf einen
und Geschichte näher kamen, traf er Vorschlag von K?@_ AT[TX^ B^^K-
auf Carl Gustav Carus, / eodor Hell [=@ zurück, den dieser bereits 1819 in
(Winkler) und wiederum Ludwig der Dresdner Abendzeitung publiziert
Tieck. Nostitz leitete den Dresdner hatte. Nostitz gehörte zu den Un-
Liederkreis, war Mitglied im Kunst- terzeichnern eines Gesuchs an den
verein und im Verein Albina, der in König mit der Bitte um Zulassung des
der Tradition des Liederkreises stand, Vereins.
und gehörte zu den Initiatoren des
Sächsischen Altertumsvereins. In Bautzen war Nostitz Freimaurer
in der Loge „Zur goldnen Mauer“, in
Im spätromantischen Liederkreis Dresden Ehrenmitglied der Logen
kam Nostitz u. a. mit K?@_ AT[TX^ „Zum goldnen Apfel“, „Zu den drei
B^^K[=@, / eodor Hell und Johann Schwertern“ und „Asträa zur grü-
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