Page 242 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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Gut See bei Niesky, wo Nostitz 1765 geboren wurde.
        und das Bautzener Burglehnhaus      menversorgungsanstalten in Dörfern“
        (1793) verkau* e er. Nostitz wirkte   (1801). Lange vor dem von seinem
        in der Oberlausitz als Gerichtsbei-  Sohn JT_KTX G]^^_]{ <]> N]X^K^™
        sitzer, war Mitglied der Kriminal-  T>| Jš>‚=>|]@€ mitverantworteten
        Kassen-Deputation und Beisitzer des   Gesetz zu „Ablösungen und Gemein-
        landständischen Waisenamtes. 1792   heitsteilungen“ erließ er Frondienste
        wurde er zum Landesältesten des     gegen kleine Geldzahlungen. Der
        Kreises Bautzen gewählt, ab 1804 lei-  Oberlausitzischen Gesellscha*  der
        tete er die Provinzverwaltung auf der   Wissenscha* en zu Görlitz, der er seit
        Ortenburg als Oberamtshauptmann.    1790 angehörte, stand Nostitz von
        In Zittau gründete er nach dem Vor-  1795 bis 1817, zwei Jahre nach der
        bild von LT|˜K[ G=|K‚= in Leipzig   Teilung der Oberlausitz, als Präsident
        die erste Bürgerschule. Besonderes   vor. Schon in dieser Zeit bemühte er
        Augenmerk widmete Nos titz sozialen   sich um Kunst und Kultur und zählte
        Belangen. Seit 1793 war er Ritter des   Friedrich Schiller zu seinen Bekann-
        St. Johanniter-Maltheser-Ordens. Auf   ten. Mit K?@_ AT[TX^ B^^K[=@,
        seinem Gut Oppach sti* ete Nostitz   1790/91 Direktor des Gymnasiums in
        1794 ein Armenhaus und 1799 ein     Bautzen, blieb er fast fünf Jahrzehnte
        Armeninstitut. Seine Überlegungen   freundscha* lich verbunden. Nostitz
        beschrieb er in „Versuch über Ar-   erwarb sich besondere Verdienste

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