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1765 wechselte Klotz als Hofrat und Bischofswerda geborenen Karl Fried-
Professor für Philosophie und Be- rich Bahrdt (1769).
redsamkeit nach Halle. Sein Schüler
Johann Georg Meusel folgte ihm. Klotz war Mitglied der Kaiserlichen
Im selben Jahr kam der Historiker Königlichen Kupferstecher-Gesell-
Carl Renatus Hausen nach Halle, den scha* zu Wien, der Kaiserlichen
Klotz schon seit seiner Leipziger Zeit Akademie zu Roveredo, der Kurfürst-
kannte. In Halle förderte er Friedrich lichen Mainzischen Akademie der
Justus Riedel und freundete sich mit Wissenscha* en, des historischen In-
dem Laubaner Gottlob Benedikt von stituts zu Göttingen, der lateinischen
Schirach an. Zu seinen eifrigsten An- Gesellscha* en zu Jena und Baden, der
hängern zählten auch Johann Georg Physikalisch-Ökonomischen Bienen-
Jacobi, später erster protestantischer gesellscha* in der Oberlausitz und
Professor in Freiburg, und der Dich- der deutschen Gesellscha* in Altdorf
ter Gottfried August Bürger. Fried- sowie Kanonikus des Sti* s Wurzen.
rich der Große ernannte ihn zum Er war vielseitig belesen und schrieb
jüngsten preußischen Geheimrat, zu den unterschiedlichsten / emen in
als Klotz einen Ruf von Stanislaus II. Literatur, Geschichte, Religion, Kunst
August Poniatowski nach Warschau und Philologie. Klotz zählte zu den
ablehnte. Die von ihm geforderte Mit- bekanntesten Autoren der Epoche
Berufung von Carl Renatus Hausen von „Au¤ lärung“ und „Sturm und
war zunächst bestätigt worden, doch Drang“. Er war rhetorisch begabt
schließlich verzichtete Klotz selbst. und scharte mit seiner Eloquenz eine
Später entzweiten sie sich, weil Klotz breite Anhängerscha* um sich. Klotz
Hausen zunehmend misstraute. Ab gab die seinerzeit bedeutenden litera-
1768 leitete Klotz auch die Universi- rischen Zeitschri* en „Acta litteraria“,
tätsbibliothek. „Deutsche Bibliothek der schönen
Wissenscha* en“ und „Neue hallische
Klotz war seit 1763 Mitglied der gelehrte Zeitungen“ heraus. Er gilt
„Akademie der gemeinnützigen Wis- zudem als der bedeutendste Dichter
senscha* en“ in Erfurt. Als der zustän- in lateinischer Sprache seines Jahr-
dige (katholische) Mainzer Erzbischof hunderts. In der posthum gedruckten
Emmerich Joseph von Breidbach zu Sammlung „Briefe deutscher Gelehr-
Bürresheim Ende der 1760er Jahre die ten an den Herrn Geheimen Rath
in die Krise geratene Erfurter Univer- Klotz“ wird deutlich, welch große
sität reformieren wollte, beau* ragte Anerkennung Klotz zeitweise genoss.
er damit den Protestanten Klotz. Der
holte neben Christoph Martin Wie- Mit seinem Ruhm wuchsen jedoch
land und Friedrich Justus Riedel auch auch der Anspruch von Klotz, sich zu
den skandalumwitterten, ebenfalls in allen / emen seiner Zeit zu äußern,
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