Page 18 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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aus Groß- und Kleindrebnitz“. Er Echo. Hubert Maximilian Ermisch
schrieb in seiner Chronik von Groß- bemängelte im „Neuen Archiv für
und Kleindrebnitz die Vorarbeiten sächsische Geschichte“ von 1910 vor
von Pfarrer C?@_ JT_KTX M?@_]^q allem die Quellenarbeit.
fort, ging jedoch weit darüber hinaus.
Neben ortsgeschichtlichen Vorkomm- Barthel verfasste neben der Chronik
nissen schilderte Barthel Ereignisse weitere bemerkenswerte heimat-
von überregionaler Bedeutung mit kundliche Beiträge in der Beilage
ihren Auswirkungen auf das dör# iche „Unsere Heimat“ zum „Sächsischen
Leben, darunter die Einführung der Erzähler“: „Die Stolpener Amtstei-
Reformation, verschiedene Kriegs- che und das Vorwerk Kleindrebnitz“,
handlungen seit dem Dreißigjährigen „Der Steinwall auf dem Rüdenberg
Krieg und die Zeit der Hexenpro- bei Großdrebnitz“, „Die Jagdsäule
zesse. Eine regionalgeschichtliche auf der Rückersdorfer Straße“, „Die
Besonderheit stellte demnach die auf ersten Großdrebnitzer Feuerspritzen“,
Befehl von August dem Starken 1729 „Die Großdrebnitzer Wollspinnerei“
eingerichtete „Poststraßenumgehung“ sowie anonym u. a. zur Bahnhofsein-
von Schmiedefeld über Bühlau nach weihung Weickersdorf (1909) und
Kleindrebnitz dar. Wegen eines Strei- zur Vereinstätigkeit. Darin wird auch
tes mit der Herrin auf Großharthau, eine große Sachkenntnis und Un-
der Grä% n von Flemming, hatte sich voreingenommenheit gegenüber der
der König für seine häu% gen Reisen slawischen Besiedlungsgeschichte
nach Polen eine neue Straße unter der Oberlausitz deutlich. Bedeu-
Umgehung von Großharthau bauen tende Söhne des Ortes wie B@T>]
lassen. Au+ ällig ist aber, wie kurz Bar- S^=[_K`q und H=@~?>> V=^^=@
thel die Geschichte der Großdrebnit- werden jedoch gar nicht, bzw. wie R]-
zer Orgel abhandelte, obwohl gerade {=@^ H=__=@ und M? N=T~=KX^=@
die Orgel sein wichtigstes Arbeitsins- nur sehr knapp behandelt. Das Ta-
trument war und Wilhelm Leberecht gebuch „Erlebtes und Gesammeltes“
Herbrig, dessen Vater zusammen mit enthält neben Tagesnachrichten, z.
dem Sohn die Orgel gebaut hatte, B. Zeitungsausschnitten, und Fami-
erst wenige Jahre vor Barthels An- lieninformationen auch Auszüge aus
kun* das Dorf verlassen hatte. Es den Kirchenbüchern zu Geburts- und
bleibt ungeklärt, inwiefern Barthel Sterbefällen. Sie dokumentieren die
bereits Kenntnis von problematischen hohe Kindersterblichkeit um 1900.
Details in der Biogra% e Herbrig jun. Zwischen dem 2. April 1922 und
hatte und durch deren Übergehen dem 23. November 1923 hat Barthel
das „Kulturgut Orgel“ vor Schaden systematisch den Verlauf der „Teue-
bewahren wollte. In der Wissenscha* rung“, d. h. der In# ation und deren
fand Barthels Chronik ein kritisches Folgen, beschrieben. Umfangreich
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