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sind seine Aufzeichnungen zum Wet- des Kirchenvorstands, Mitglied im
ter und dessen Auswirkungen auf die sächsischen Lehrerverein und ein ta-
Landwirtscha* . In der Diskussion um lentierter Zeichner. 1904 wurde Bar-
die strittige Lokalisierung des 1007 thel der Kantortitel und 1912 der Titel
urkundlich ersterwähnten Trebista „Oberlehrer“ verliehen. Am 23. Okto-
änderte Barthel seine Meinung von ber 1916 erhielt er von König Fried-
Großdrebnitz zu Doberschau. 1928 rich August III. das Verdienstkreuz
übereignete er der Dresdner Münz- und am 19. März 1925 zeichnete ihn
sammlung Talermünzen aus der Professor Hermann Gräfe, Landwirt-
Zeit des Dreißigjährigen Krieges aus scha* s-Ökonomierat aus Bautzen,
einem Fund auf Kleindrebnitzer Flur. mit der Bronzenen Medaille für den
Mit dem Kleindrebnitzer Gemeinde- Dienst in der Landwirtscha* aus. Sein
vorstand E@>X^ G>?T` war Barthel Spätwerk „Kriegsleiden in der Heimat
freundscha* lich und durch die Heirat 1914–1918“, geschrieben, als der Na-
je zweier Kinder familiär verbunden. tionalsozialismus bereits Fuß gefasst
Gnauck hatte dem Wahlgremium hatte, widerspiegelte Barthels zutiefst
angehört, das Barthel 1881 zum humanistische Einstellung – nach der
Kirchschullehrer berief. Wenn später Machtergreifung Adolf Hitlers wurde
etwas vertraulich bleiben sollte, korre- die Verö+ entlichung verhindert. Sie
spondierten sie in Gabelsberger Kurz- erfolgte 1994, mehr als 60 Jahre nach
schri* . Barthels Tagebuch endet am der Entstehung des Werkes. Wegen
1. Juni 1931, als sein Schwiegersohn seiner Leistungen, aber auch wegen
Oskar Gnauck den Freitod wählte. seiner Bindung an alle Schichten
der dör# ichen Bevölkerung ist sein
Regional wirksam wurde Barthel Ansehen in Großdrebnitz bis heute
als Begründer des Bezirksvereins erhalten geblieben. Barthels Ehren-
Bischofswerda des Deutschen Leh- grab wurde 1998 unter Denkmal-
rervereins für Naturkunde (10. Juli schutz gestellt.
1895). Hier arbeitete er eng mit
Hermann Steudtner zusammen. Im
Ergebnis von naturkundlichen Studi-
en in seiner Freizeit entstanden eine
beachtliche Mineraliensammlung, die
er später der Schule in Großharthau
überließ, und eine Schmetterlings-
sammlung als Anschauungsobjekte
für den Unterricht. Barthel war von
1896 bis 1902 Mitglied im Gemein-
derat von Großdrebnitz, er war Leiter
des Männergesangvereins, Mitglied
Quellen: S. 412 + . 19

