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Biram, Else (Elsa Sara)


        Dr. phil., jüdische Kultursoziologin
        07.02.1883 Bischofswerda – 16.07.1966 Haifa

        V: Adolph Rudolph (*30.3.1850 Liegnitz, †9.6.1915), Textilkaufmann in Bischofswerda, Dresden,
        Berlin und Frankfurt/O.; M: Eva geb. Neufeld (* in Schrimm/Posen, †21.3.1921), Schwester
        des Kaufmanns Hermann Neufeld in Grimma; Grab der Eltern vermutlich Jüdischer Friedhof
        Frankfurt/O. / Słubice – 1976 zerstört; G: Arthur (*13.8.1878 Bischofswerda, †5.6.1967 Haifa,
        Dr. phil., Gründer der Hebrew Reali School in Haifa, Träger des Israel-Preises, Ehe mit Hanna
        geb. /  omaschewsky aus Königsberg), Gertrud (*11.7.1879 Bischofswerda, früh verstorben),
        Julius (*4.11.1881 Bischofswerda, †5.7.1916, Ehe mit Emmy geb. Hartwig/Samuel aus Aachen, 3
        Kinder, Hardenberg-Loge Frankfurt/O., im Ersten Weltkrieg gefallen, Gedenkstein in Słubice),
        Max Moritz (*30.3.1884 Bischofswerda, †16.7.1945 Haifa, Ehe mit Margarethe geb. Neufeld aus
        Grimma, Manager im Bodenheimer-Sanatorium Haifa), Fritz (*1.10.1888 Dresden, †1977, Ehe
        mit Alice geb. Beer aus Naugard/Pommern, nach den Olympischen Spielen 1936 über Belgien
        und Uruguay nach Argentinien ge# ohen, Kaufmann in La Lucila/Buenos Aires); E: 24.2.1914
        Berlin, Wilhelm Lion Bodenheimer (*27.1.1890 Darmstadt, † Juli 1980 Haifa, Großcousin von
        Lion Feuchtwanger, studierte 1909 in Zürich und bis 1913 in Heidelberg Medizin, Dr. med.,
        erster Arzt der Gartenstadt Mannheim, leitete ein Sanatorium in Haifa, 1957 wieder in Deutsch-
        land eingebürgert, 1965 wohnha*  in Tel Aviv); K: Ricka (*1915 Mannheim, Krankenschwester,
        Ehe mit Arieh Levavi, als israelischer Botscha* er nach der Entführung von Adolf Eichmann
        1960 aus Argentinien ausgewiesen, während des Sechstagekriegs Außenminister), Adolf Rudolf/
        Rudi (*1917 Mannheim, Hotelschule in der Schweiz, 1941–1945 englischer Militärdienst, lebte
        20 Jahre in Rom und leitete das Excelsior in der Via Veneto, Manager des King David Hotels
        von Yekutiel Federmann in Jerusalem und des Jerusalem Plaza Hotels, 1975 Gründung des CP
        Plaza Frankfurt/M., nach 1980 Pächter des Hotels Primus in Frankfurt-Sachsenhausen), Peter
        Josef/Gad (*1920 Mannheim, †2006 Haifa, Angestellter im Bodenheimer-Sanatorium, Leiter des
        Dagon-Lagerhauses im Hafen von Haifa, spielte und unterrichtete Musik)

        Else Biram zog mit ihren Eltern und   verkau* e der Vater das Geschä*  in
        Ge schwis tern um 1885 von ihrer    Berlin und ging als Kaufmann nach
        Geburtsstadt Bischofswerda nach     Frankfurt/Oder. 1904 setzte Else
        Dresden, wo der Vater mit Salomon   Biram gegen den Willen ihrer Eltern
        Wol+ , einem Schwager aus Löbau,    in Berlin die Ausbildung fort und be-
        ein Geschä*  betrieb. Sie besuchte in   legte bei der Frauenrechtlerin Helene
        Dresden und nach dem Umzug der      Lange „Gymnasialkurse für Frau-
        Familie von 1895 bis 1898 in Berlin   en“, in denen sie sich auf das Abitur
        die Schule. Anschließend erwarb sie
        hier drei Jahre lang kaufmännische
        Praxis im Bekleidungsgeschä*  ihres
        Vaters in der Neuen Friedrichstraße
        78. Um 1903, nachdem sein Ge-
        schä* spartner Wol+  gestorben war,   Brieƒ  opf der väterlichen Firma.

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