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Nostitz und Jänkendorf, Julius Gottlob von
Sächsischer Gesandter beim Deutschen Bundestag
12.07.1797 Doberschau – 18.03.1870 Dresden
V: Gottlob Adolf Ernst (*21.4.1765 See, †15.10.1836 Oppach), Rittergutsbesitzer auf Oppach,
Konferenzminister, Schri* steller; M: Henriette Sophie geb. von Bose (*18.2.1769 Oberthau,
†3.3.1848 Dresden); G: Traugott Adolph Karl (*24.3.1787, †1787 Dresden), Elise (*1788,
†23.8.1853 Aszod, heiratete 1812 nach Ungarn Karl von Podmanitzky, in erster Ehe mit Julie
Charpentier aus Freiberg verheiratet), / erese Clementine (*7.11.1789 Dresden, †21.3.1870
Dresden, verh. mit Karl Alexander Graf von Rex), Eduard Gottlob (*31.3.1791 Bautzen,
†8.2.1858 Dresden, 1836–1844 sächsischer Innenminister), / eodor (*,† 1792 Bautzen), Lydia
Augustina (*18.8.1794 Doberschau, †17.11.1810 Dresden), Ida Rosalie (*9.1.1796 Bautzen,
†28.3.1796 Doberschau), Agnes Luise (*10.9.1798 Bautzen, †17.5.1875 Altengottern, verh. mit
Julius von Marschall), Klara Minona (29.12.1799–11.2.1882, verh. mit Viktor Julius von Bülow,
Besitzer von Schloss Beyernaumburg), Klothilde Septimie (*27.1.1801 Bautzen, †1852 Oppach,
Dichterin, schrieb auch für Carl Maria von Weber), Heliodora Oktavia (*23.6.1805 Doberschau,
†18.2.1871 Dresden, verh. mit Geheimrat Bruno von Schimp+ ); E: 31.5.1825 Wurschen, Erdmu-
the Charlotte Luise geb. von Rex-/ ielau (*20.12.1805 Lautitz, †18.7.1884 Dresden); K: Gottlob
Adolf (*27.5.1826 Bautzen, †4.8.1880 Nadelwitz, Hauptmann, verh. mit Luise geb. Demisch),
Hertha Gertrud Charlotte (*9.11.1827 Bautzen, †17.11.1914 Dresden, verh. mit Carl Alexan-
der von Schwerin), Georg Gottlob (*30.1.1829 Lautitz, †10.8.1896 Würzburg, Ober% nanzrat,
beteiligt am Ausbau des Eisenbahnwesens in Sachsen, verh. mit Hedwig Karoline Marie geb. von
Larisch), Margarete Marie (*14.8.1830 Lautitz, Sti* sdame von Joachimstein), Charlotte Dorothee
(*27.1.1832 Lautitz, †16.3.1906 Dresden, verh. mit dem russischen Diplomaten Alexander Baron
von Mengden), Otto Gottlob (*28.3.1836 Lautitz, †19.12.1870 Lagny, Hauptmann), Sophie Elisa-
beth (*13.1.1844 Frankfurt/M., Sti* sdame von Joachimstein)
Nostitz begann seine Berufslauf- Als Direktor der Kommission für
bahn 1820 als Kammerjunker am Ablösungen und Gemeinheitsteilun-
Ober-Hof-Marschallamt. Seit 1815 gen ab 1837 zeichnete Nostitz für die
gehörte er der Freimaurer-Loge „Zum Reform der sächsischen Landwirt-
goldenen Apfel“ an, seit 1822 der scha* mitverantwortlich. Dabei ar-
Oberlausitzischen Gesellscha* der beitete er eng mit H=K>@K`q AT[TX^
Wissenscha* en. 1823 wurde er zum B_]`q~?>> sowie anfangs mit P?T_
Vogt des Klosters Marienthal bestellt. H=@~?>>, aber auch dem zustän-
1829 beriefen ihn die Oberlausitzer digen Innenminister, seinem Bruder
Landstände zum Landesbestallten. In E|T?@| G]^^_]{ <]> N]X ^K^ T>|
den 1830er Jahren vertrat Nostitz die J>=>|]@, zusammen. 1837 nahm
Oberlausitz im sächsischen Landtag Nostitz an der ersten Versammlung
und führte das Rittergut Lautitz. 1835 deutscher Landwirte in Dresden teil.
wurde er zum Landes ältesten der Zu den sächsischen Teilnehmern der
Oberlausitz gewählt. von August Gottfried Schweitzer von
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