Page 250 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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Vater als Oberkonsistorialpräsident
                                            sowohl für die Landesgymnasien wie
                                            beispielsweise Schulpforte als auch
                                            die Universität Leipzig verantwortlich
                                            zeichnete, studierte ab 1809 in Leipzig
                                            und ab 3. Oktober 1811 in Heidelberg
                                            Jura. Der Wechsel war vom Vater
                                            veranlasst worden, um den Sohn
                                            dem Ein# uss des Studentenordens in
                                            Leipzig zu entziehen. Die Universität
                                            in Heidelberg galt als „Juristenuni-
                                            versität“ mit Schwerpunkt Römi-
                                            sches Recht, die Stadt Heidelberg als
                                            Zentrum der Romantik. Seit 1809 (bis
                                            1844) gehörte Nostitz der Freimaurer-
                                            Loge „Zum goldenen Apfel“ an.

                                            Nach Napoleons gescheitertem Russ-
                                            landfeldzug lavierte der preußische
                                            König Friedrich Wilhelm III. zwi-
                                            schen dem vormaligen Verbündeten
                                            Frankreich und Russland. Aus Angst,
        Das ehemalige Bautzener Stadthaus   von den französischen Truppen
        seiner Familie, Burglehn 1, war     verha* et zu werden, ging der König
        möglicherweise das Geburtshaus      Anfang 1813 nach Breslau. Er er-
        von Eduard Gottlob von Nostitz und   mächtigte Ludwig Adolf Wilhelm von
        Jänkendorf. Es beherbergt heute die   Lützow zum Aufruf für ein Freikorps,
        Gaststätte „Mönchshof“. Im Hinter-  in dem sich die patriotisch gesinnte
        grund sieht man die Michaeliskir-   Jugend Deutschlands sammeln sollte.
        che. Die Grundstücke wurden dem     Im Februar, noch vor dem oƒ  ziellen
        Landadel vormals durch den auf der   Seitenwechsel Preußens, erfolgte die
        Ortenburg residierenden Landvogt    Gründung. Neben Nostitz, der sein
        als landesherrliches Lehen über-    Studium in Heidelberg unterbrochen
        geben. 1734 erwarb Wolf Gottlob     hatte, kamen unter anderem der
        Traugott von Nostitz auf Oppach,    Dichter /  eodor Körner und der spä-
        See, Sproitz und Moholz, ein Ur-    tere Turnvater Friedrich Ludwig Jahn.
        großvater von Eduard Gottlob, das   Nostitz‘ Vater diente währenddessen
        Haus. Sein Vater, G?@@\?q A{?\…     dem mit Napoleon verbündeten säch-
        E<>€@ †?> N?€@]@‡ =>{ Jˆ>‰X>-       sischen König Friedrich August dem
        {?<…, verkau+ e es 1793.            Gerechten als Minister. Am 26. Au-

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